RCS steht für Rich Communication Services und ist der offizielle Nachfolger der SMS. Der Standard kommt von der GSMA, also von der Vereinigung der Mobilfunkbetreiber selbst. Für Ihre Kundinnen und Kunden ändert sich dabei genau nichts: Die Nachricht landet in derselben Nachrichten-App, die auf jedem Handy vorinstalliert ist. Niemand muss etwas herunterladen, sich registrieren oder Sie erst in ein Adressbuch aufnehmen.
Was sich ändert, ist alles andere. Statt einer nackten Nummer sehen Empfänger Ihren Firmennamen, Ihr Logo und Ihre Markenfarbe – und in der Nachrichten-App ein Verifizierungshäkchen, das bestätigt, dass Sie wirklich Sie sind. Statt 160 Zeichen Text haben Sie bis zu 3.072 Zeichen, dazu Bilder, Videos und PDF-Dateien bis 100 MB. Statt „Antworten Sie mit JA" gibt es antippbare Buttons: Termin bestätigen, Route anzeigen, anrufen, Kalendereintrag anlegen, Angebot öffnen.
Wenn Unternehmen diesen Kanal für Kampagnen und Kundenkommunikation nutzen, heißt das RCS Business Messaging – oft abgekürzt als RBM. „RCS Marketing" ist dasselbe, nur aus Marketingsicht formuliert: Angebote, Aktionen und Erinnerungen, die im Posteingang landen, den fast jeder Mensch mehrmals täglich öffnet. Der entscheidende Unterschied zu E-Mail und Newsletter ist nicht die Technik, sondern der Ort: Sie sind dort, wo private Nachrichten ankommen – und genau deshalb muss der Inhalt sitzen.
Für mich ist RCS aus einem sehr nüchternen Grund spannend: Ich baue seit Jahren Prozesse und Funnels, an deren Ende ein Mensch etwas tun soll – einen Termin bestätigen, ein Angebot ansehen, zurückrufen. Jeder Kanal, der zwischen Absicht und Handlung Reibung wegnimmt, verbessert sofort die Zahlen dahinter. RCS nimmt fast die gesamte Reibung weg: kein Login, keine App, kein Suchen im Postfach. Ein Fingertipp.